Melanie Gwin & Tanja Wildmoser: Paul vergisst die Zeit

Wenn Paul am Spielen ist, dann vergisst er oft alles um sich herum. Vertieft in seine Spielwelten überhört er mal Mamas und Papas Rufen oder vergisst, dass er eigentlich versprochen hatte, sein Kinderzimmer aufzuräumen. Wie Paul lernt, dass Ordnung machen auch schön sein kann und warum Versprechen eingehalten werden sollten, davon erzählt seine zweite Geschichte aus der Tina & Paul-Kinderbuchreihe.

Damit sich auch kleine, spitzbübische Mädchen angesprochen fühlen, ist die Geschichte ebenfalls in der Version: „Tina vergisst die Zeit“ erschienen.


Melanie Gwin, Tanja Wildmoser

Paul vergisst die zeit

Blick ins Buch

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Paul, ein spitzbübischer kleiner Junge, lacht und spielt gern so wie alle Kinder. Wenn er nicht gerade am Fußball kicken ist, dann mag er es, sich seine kleinen Spielwelten selbst zu gestalten. Paul ist ein kleiner Handwerker. Oft baut und bastelt er zu Hause an seiner Holzeisenbahn herum. Er würde gern auch mal mit seinen Spielwerkzeugen an seinem Laufrad herumschrauben. Das lässt Papa leider nicht zu.

Das wäre zu gefährlich, wenn er zum Beispiel an den Bremsen schrauben würde.

„Spiel doch lieber einmal Aufräumen, Paul“, sagt Papa dann manchmal im Spaß und zieht Paul damit auf. Aber ein bisschen meint Papa es auch ernst. Denn mit dem Aufräumen nach dem Handwerker spielen nimmt Paul es oft nicht sooo genau …

Anders ist das im Kindergarten. Dort rufen die Erzieherinnen zum gemeinsamen Aufräumen. Und die Kinder tun das. Nun ja, nicht unbedingt gern. Wer räumt schon gern auf?

Aber sie singen dabei ein Lied:

Aufräumen, aufräumen muss ein jedes Kind

Und schon ist es ohne viel Nachdenken und Trödeln gemeinsam geschafft und Paul und seine Freunde freuen sich auf die Spielzeit im Garten.

Dort gibt es ein Klettergerüst, einen großen Sandkasten mit vielen Baufahrzeugen und Pauls Lieblingsort: die groooße Schaukel. Die ist so toll, dass alle Kinder auf ihr schaukeln möchten.


Paul jauchzt vor Freude, wenn er endlich dran ist und wenn der Wind beim Schaukeln durch seine lockigen Haare weht.

Auch wenn er gern viel, viel länger schaukeln würde, hat er Verständnis, dass alle Kinder einmal schaukeln wollen. Paul findet, das ist so in Ordnung, weil das gerecht ist.

Am Nachmittag holt Mama ihn aus dem Kindergarten ab. Mama hat einen laaangen Tag auf der Arbeit hinter sich. Obwohl Paul nicht genau weiß, was das bedeutet – auf der Arbeit zu sein, sieht er doch, dass Mama ganz schön müde und erschöpft ist. Mama hat ihm vor einiger Zeit schon einmal erklärt, dass sie als Krankenschwester arbeitet.

Und dass das recht anstrengend sei, weil so viele Menschen sie brauchen, um wieder gesund zu werden. Und dass das eine wichtige Arbeit sei. Weil Paul ja auch schon mal krank war, versteht er, was Mama meint.

Es war schön, wenn Mama oder Papa für ihn da waren, als es Paul nicht gut ging.

Zu Hause angekommen rennt Paul sofort in sein Kinderzimmer, um seinen Kuscheltieren von seinem Tag zu erzählen.

Sammy, das Plüschkrokodil, nimmt Paul jeden Tag mit in den Kindergarten. Sammy weiß also schon über alles Bescheid und Paul widmet sich allen anderen, die ihm natürlich aufmerksam zuhören. Gemeinsam verbringen sie einen schönen Spätnachmittag.

Mit seinen bunten Spielbausteinen baut Paul einen kleinen Bahnhof mit einem Kiosk für sich, Sammy und seine kuscheligen Spielkameraden.

Allerdings ist es ein ganz besonderer Kiosk.

Denn: da gibt es nuuur Vanilleeis zu kaufen! Paul liiiebt Vanilleeis!


Das Büchlein ist als eBook und Taschenbuch im Buchhandel erhältlich


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